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Erdbeeren schälen erlaubt!

Veranstaltung zum Welt-Alzheimertag im Musiktheater Gelsenkirchen – Senioreneinrichtungen und zwei Krankenhäuser der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH beteiligten sich

In einem würdevollen Rahmen fand am vergangenen Freitag die zentrale Veranstaltung der Stadt Gelsenkirchen anlässlich des Welt-Alzheimertages statt. Die Alzheimer Gesellschaft Gelsenkirchen hatte dazu in das Musiktheater Gelsenkirchen eingeladen.

An einem Informationsstand standen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus fünf Augustinus-Einrichtungen (Elisabeth-Krankenhaus, St. Josef-Hospital, Alten- und Pflegeheim St. Josef, St. Vinzenz-Haus und Seniorenzentrum St. Hedwig) – unter ihnen die Gerontopsychiaterin Dr. med. Andrea Erdmann (Oberärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Elisabeth-Krankenhaus) und der Chefarzt der Klinik für Geriatrie am St. Josef-Hospital, Dr. med. Andreas Reingräber – interessierten Besuchern gerne Rede und Antwort.

Nach der Begrüßung durch den Gelsenkirchener Sozialdezernenten Luidger Wolterhoff und einleitenden Worten von Christel Becker-Reinartz (Alzheimer Gesellschaft Gelsenkirchen), erzählten zwei Akteurinnen der Münchener Gruppe wohlBEDACHT e.V.  unter dem Titel „Erdbeeren schälen erlaubt“ aus dem Alltag mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind und deren Angehörigen. Einen besonderen Schwerpunkt bildete dabei der Umgang mit herausforderndem Verhalten.

In der anschließenden Podiumsdiskussion – moderiert von Dr. Wilfried Reckert und Andrea Hundert von der Alzheimer Gesellschaft Gelsenkirchen – über das Spannungsfeld von Selbstbestimmung und Fürsorge gaben kompetente Gesprächspartner Auskunft. Unter ihnen Susanne Minten, Geschäftsführerin der St. Augustinus Gelsenkirchen, die über die Versorgung von Menschen mit Demenz in Akutkrankenhäusern informierte und Dr. Andrea Erdmann. Ihrer Ansicht nach sind Zuhören und Zeit geben und vor allem Offenheit und Empathie gegenüber dementiell erkrankten Personen und ihren Angehörigen sehr wichtig. Auf dem Podium hatte auch eine Betroffene Platz genommen. Für die offene Schilderung ihrer Situation erhielt sie den starken Beifall aller Anwesenden.

Zum Abschluss der Veranstaltung konnten Bewohnerinnen und Bewohner Gelsenkirchener Senioreneinrichtungen im Demenz-Café das Tanzbein schwingen.