Unser Pflegekonzept

Neben den Qualitätszielen und Leitsätzen orientiert sich die Pflege und Betreuung unserer BewohnerInnen an einem christlichen und ganzheitlichen Menschenbild. Dabei stehen die Aktivierung körperlicher und geistiger Ressourcen sowie die Orientierung an den wesentlichen und individuellen Bedürfnissen der Bewohner im Mittelpunkt unserer Arbeit.  Die Betreuung Sterbender, mit großen psychischen Belastungen für alle Beteiligten, ist ebenso Herausforderung und Aufgabe unserer MitarbeiterInnen.

Bei der täglichen Betreuung und Pflege der älteren Menschen sind unsere Tätigkeiten angelehnt an die dreizehn Aktivitäten und Bedürfnisse des Lebens, die im Pflegemodell von Monika Krohwinkel beschrieben sind. Dabei werden besonders Existenz gefährdende Erfahrungen (zum Beispiel Sorge, Angst, Trennung, Schmerz) - existenzfördernde Erfahrungen (zum Beispiel Freude, Vertrauen, Unabhängigkeit, Wohlbefinden) mit einbezogen.

Durch das Rahmenkonzept zur Betreuung und Pflege demenziell veränderter Menschen, wollen wir mit unseren Bewohnern auch neue Wege gehen (zum Beispiel durch Milieugestaltung „die gute Stube“). Stetigkeit und Nähe von vertrauten Personen, sollen Sicherheit und das Gefühl der Zugehörigkeit vermitteln. Durch die Einrichtung des Cafe „Nachtschwärmer“ wurde ein weiteres Angebot speziell für demenziell erkrankte Bewohner entwickelt. Wir halten ein besonderes Betreuungsangebot vor wie zum Beispiel den wöchentlich stattfindenden Markttag zur Pflege der Erinnerungen.

Allen Betreuungs- und Pflegekräften, die ihre intuitiven Fähigkeiten, sowie ihr Fachwissen, in dieses Konzept einbringen, werden von uns wertgeschätzt, weil erst sie unser Versprechen an unsere BewohnerInnen möglich machen.

Unser Handeln richtet sich zudem nach den Vorgaben des Gesetzes über das Wohnen mit Assistenz und Pflege in Einrichtungen (Wohn- und Teilhabegesetz NRW). Einige Auszüge aus diesem Gesetz: Die Bürgerinnen und Bürger in Betreuungseinrichtungen sollen

  1. ein möglichst selbstbestimmtes und selbständiges Leben führen können,
  2. vor Gefahren für Leib und Seele und
  3. in ihrer Privat- und Intimsphäre geschützt werden,
  4. eine am persönlichen Bedarf ausgerichtete, gesundheitsfördernde und qualifizierte Betreuung erhalten,
  5. umfassend über Möglichkeiten und Angebote der Beratung, der Hilfe, der Pflege und der Behandlung informiert werden,
  6. Wertschätzung erfahren, sich mit anderen Menschen austauschen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben,
  7. ihrer Kultur und Weltanschauung entsprechend leben und ihre Religion ausüben und
  8. in Würde sterben können.“